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Vom Ton zur KeramikTöpfern ist eine sehr alte Kunstform, schon in prähistorischen Zeiten haben Menschen Gefäße und Skulpturen per Hand aus weichem Ton geformt und sie dann gebrannt.
Gegenstände aus Ton müssen gebrannt werden, damit sie ihre Form behalten.
Getrocknet sehen sie zwar hart und stabil aus, doch sind sie brüchig und zerfallen in Wasser.
Durch das Brennen wird der Ton chemisch verändert, es entsteht ein neues Material: Keramik!
Viele - auch meine - Töpferwaren werden zweimal gebrannt: Im 1. Brand, dem sogenannten Schrühbrand (etwa 900°C), wird der Ton gehärtet und erst im Gar- oder Glattbrand (je nach Tonart zwischen 1000 und 1300°C) wird die Oberfläche mit einer Glasur geschützt bzw. dekoriert.
Es gibt verschiedene industriell aufbereitete, also Fertig-Tone, in verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Eigenschaften:
Der Steingut-Ton z. .B. wird bei 1000-1160°C gebrannt. Er wird beim Brand nicht dicht, muss deshalb also für den Gebrauch, z. B. für Flüssigkeiten, mit einer Glasur überzogen werden. Der bekannteste Steingut-Ton ist Terrakotta (Blumentöpfe, Fliesen).
Außerdem gibt es den Steinzeug-Ton (mit dem arbeite ich), der wesentlich stabiler ist und bei deutlich höheren Temperaturen gebrannt wird, meist über 1200°C. Bei dieser Temperatur sintert das Material, das bedeutet, der Scherben (das gefertigte Stück) ist auch ohne Glasur dicht, sogar frostsicher. Sie ist nur aus hygienischen oder ästhetischen Gründen notwendig.
Und dann gibt es noch Porzellan-Ton, ein besonders reiner und feiner Ton, der in der Regel bei Temperaturen um 1300°C gebrannt wird. Bei dieser Temperatur verglast der Ton, wird hart und porenfrei. Deshalb sehen einige Porzellansorten halbtransparent aus.
Es gibt noch sehr viele interessante Informationen über Tonarten, verschiedene Brennweisen, Dekorationen und Glasuren, aber das würde hier zu weit führen! Wer sich informieren möchte, dem empfehle ich Bücher wie das "Keramiklexikon" von Gustav Weiss oder "Keramische Glasuren" von Wolf E. Matthes - oder das Internet!
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